Wie soll ich mich beim Fotografieren von Mensch und Tier verhalten?

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Das Fotografieren von Menschen setzt im Normalfall deren Einwilligung voraus. Dies ist in D vor allem bei der Veröffentlichung von Fotos wichtig! Viele Naturvölker setzen fotografiert werden mit „Seele stehlen“ gleich. Mache wollen dafür bezahlt werden, andere freuen sich. Man sollte der Person auf jeden Fall Respekt zollen und fragen! Tiere kann man nicht fragen. Es empfiehlt sich jedoch auch hier etwas Respekt zu haben. Jedes Tier hat eine Fluchtdistanz, näher sollte man nicht herangehen. Das bedeutet immer: ausreichend Brennweite. Sowohl bei der Schlange und dem Makroobjektiv als auch beim Elefanten und dem Teleobjektiv. Wird diese Fluchtdistanz unterschritten, reagieren viele Tiere mit Aggressionen, d.h. sie greifen an. Wer je vor einem wütenden Pavianmännchen oder einem Elefanten geflüchtet ist (und es überlebt hat) wird bestätigen, das es nichts langsameres als einen Menschen zu Fuß gibt. In Etosha sollte man sich daran halten, dass man außer an ausgewiesenen, eingezäunten Stellen NICHT aussteigen darf. Die Tiere sind Autos gewohnt und reagieren gelassen darauf, wenn jedoch jemand zu Fuß rum läuft kann alles passieren. Aber auch mit dem Auto sollte man keine Aggressionen provozieren, wie z.B. auf eine Elefantenherde zufahren. Wenn das Auto steht (am Besten Motor aus) und die Herde nähert sich, ist das relativ unproblematisch. Wenn man zu (außerhalb von Etosha) zu Fuß auf Fotopirsch ist, empfiehlt es sich die ersten Male einen ortskundigen Guide dabeizuhaben. Dies erhöht die Chancen auf ein gutes Bild und man lernt sehr viel über die Verhaltensweisen der Tiere. Immer die Windrichtung beachten, sollte immer vom Tier zum Fotografen gehen, im Zweifelsfall auf das Bild verzichten.


Verhalten gegenüber Tieren

von [1]

Im Camp bekommen wir noch eine Sicherheitsbelehrung, die uns auf das Zusammentreffen mit verschiedenen Wildtieren vorbereitet. Falls uns ein Tier angreifen sollte, gelten folgende Regeln:

  • Oberste Regel: Ruhe bewahren, stehen bleiben, abwarten.

Aber wenn der Poler sagt LAUF, dann rennt was ihr könnt!

  • Nilkrokodile: Sind überall im Fluss, also nicht Hände und Füße aus dem Boot baumeln lassen, wenn es auch noch so dazu einlädt. Baden entfällt damit natürlich auch.
  • Kaffernbüffel oder Nashorn: Wenn vorhanden, auf einen Baum klettern. Ansonsten flach auf den Boden legen und tot stellen, dann beisst das Tier wahrscheinlich nur ins Bein (oder nahegelegene Stellen...)
  • Löwe: Dem Angreifer direkt in die Augen sehen, dann langsamer Rückzug, notfalls auch hier auf den Baum klettern.
  • Leopard: NIE direkt in die Augen sehen, er fühlt sich sonst provoziert. Auf den Baum klettern hilft in dem Falle nicht, denn der Leopard ist ein guter Kletterer und schafft sogar seine Beute in die Bäume. (Für alle die sich schon immer gefragt haben, wie das tote Zebra in die Schirmakazie kommt.)
  • Schwarze Mamba: Lärm machen beim Gehen und Nachts NIE ohne Taschenlampe in die Büsche laufen. Mit der Taschenlampe aber nicht im Zelt herumfuchteln, denn dann peilt selbst der so begriffsstutzige Löwe, dass hier leckere Beute sitzt.
  • Elefanten: Keine Orangen in das Zelt legen, denn Elefanten lieben Orangen und schütteln das Zelt wie eine Glocke, um an die Süßigkeiten heran zu kommen.
  • Nilpferde: Sind eigentlich gemütliche Tiere, haben aber ein ausgeprägtes Revierverhalten. Wer hier eindringt ist des Todes und da hilft nichts und niemand. Man glaubt es nicht, aber die meisten von Wildtieren ausgelösten menschlichen Todesfälle gehen auf das Konto der Nilpferde.

Merke: Halte dich NIE zwischen dem Hippo und seinem Wasser auf und fahre mit dem Mokoro nie zu nah an das Flusspferd heran. (Leider sind die Tiere meist unter Wasser, aber wir vertrauen darauf, dass der Poler weiß wo.)

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